Ausschreibung kann nicht geändert werden - snoa.de
 
07.02.2012, 21:35:14 Uhr

Ausschreibung kann nicht geändert werden

In der Landesliga Weser-Ems rauft man sich nach den drohenden Insolvenz-Absteigern Kickers Emden und Eintracht Nordhorn zusammen. Selbst Klubs die nichts mit einem weiteren Abstiegsplatz zu tun haben, zeigen sich solidarisch. Aber die vom SV Großefehn gesammelten Stimmen und das aufgesetzte Schreiben, es ist alles für die Katz. 

Staffelleiter Werner Busse sagte auf SNOA-Anfrage, dass vor der Saison eine ordentliche Ausschreibung in schriftlicher Form an die Vereine ging und man sich diese auch aus dem Internet holen konnte. „Mit dieser Ausschreibung erklärten sich alle Mannschaften einverstanden, es gab von niemandem einen Einspruch“, sagt Staffelleiter Werner Busse und stellt klar: „Ich kann an dieser Ausschreibung überhaupt nichts ändern, erst Recht nicht während einer laufenden Saison, so leid es mir tut.“

Es gibt zwar beispielsweise Vorschläge, in der kommenden Saison mit Überhang zu spielen, etwa mit 20 Mannschaften. „Anscheinend wird jedoch vergessen, das wir derzeit schon mit zwei Mannschaften Überhang spielen. Die Sollzahl der Landesliga liegt nämlich bei 16. Unsere Ausschreibung ist praktisch eine Ergänzung der Satzung des Verbandes, die wiederum an die Satzung vom DFB gebunden ist. Ich kann doch jetzt nicht vor der Saison eine Ausschreibung herausgeben, die während der Saison als hinfällig deklariert wird. Wir erwarten von den Vereinen, das sie sich an die Ausschreibung halten und die Vereine erwarten von uns, das wir uns ebenfalls an diese Ausschreibung halten. Das ist immer so gewesen. Ich kann also gar keine Präzedenzfälle schaffen, denn dann würde es eine Kette weiterer Fälle geben. Man kann einfach nicht jeden Einzelfall oder jede Eventualität mit in die Ausschreibung aufnehmen, das würde den Rahmen einfach sprengen“, so Busse.

Man versucht ja auch schon alles, um es allen Vereinen Recht zu machen. „Aber irgendwann stoßen auch wir an unsere Grenzen. Es hätte ja, wenn wir den Faden mal andersrum spinnen, auch so kommen können, das es nur drei Absteiger gäbe. Wenn nämlich Kickers Emden und Eintracht Nordhorn ihre Saison nicht zu Ende spielen würden. Dann hätte die Oberliga einen freien Platz, da ja nur ein Absteiger ausgeschrieben wurde. Alle Landesliga-Vizemeister würden dann eine Relegation spielen und wenn der SC Melle diese gewinnen würde und Kickers und Nordhorn nicht in der Landesliga angesetzt wären, dann würde sich wahrscheinlich niemand beschweren“, so Busse.

Der Staffelleiter habe vollstes Verständnis für den Unmut einiger Vereine, aber ihm sind da auch die Hände gebunden. „Wenn wir jetzt Änderungen vornehmen würden, brauchen wir demnächst gar keine Ausschreibungen mehr und machen am Ende der Saison eine Art Wunschkonzert, wer denn wo spielen will. Wie gesagt, der Verband gibt uns Vorgaben, an denen wir nur geringfügig basteln können. Wie beispielsweise jetzt, das wir mit zwei Überhang spielen. Auch kann ich der Liga keine 20 Mannschaften zumuten. Zum einen wegen den Terminen, zum anderen sind viele berufstätig denn wir befinden uns im Amateurbereich. Gehen wir also streng nach der Vorschrift, spielen wir demnächst nur noch mit 16 Mannschaften, das wird aber auch nicht im Sinne der Vereine sein und auch nicht in unserem Sinne. Mit 18 Mannschaften sorgen wir schon für 34 Spieltage plus Pokal, um am Ende auch einen würdigen Aufsteiger, der sich während der Saison an der Spitze der Landesliga etabliert hat, zu präsentieren. Man muss ja auch folgendes berücksichtigen: Wenn ich jetzt die Ausschreibung ändern würde, dann würde ich Rechtsbruch begehen. Wir wollen immer im Sinne der Vereine entscheiden, nichts liegt uns ferner. Zum Beispiel wird immer wieder gefordert, das wir doch mit englischen Wochen in die Saison starten und dann halt Spiele austragen lassen, zwischen den Vereinen, die nicht so weit voneinander entfernt sind. Das ist schon deshalb gar nicht möglich, da wir uns an die Schlüsselzahlen des DFB richten müssen. Außerdem spielen wir ja englische Wochen, in dem wir Pokalspiele ansetzen. Es ist also nicht so, das wir hier willkürliche Entscheidungen treffen, nur müssen sich alle Beteiligten auch einmal in unsere Situation versetzen, denn Däumchen drehen wir hier sicher nicht“, so Werner Busse.

Wir haben auch einige Stimmen der Trainer gesammelt. Klaus Geveshausen, Trainer TuS Heidkrug  spricht von einer „riesen Sauerei“, Michael Wirtz, Trainer Georgsmarienhütte von einer „riesen Schweinerei“  und Lars Klümper, Trainer SV Wilhelmshaven II findet das alles „sehr ärgerlich“.  Was die Trainer noch sagten, steht in den aktuellen Landesliga-News.



Autor:  Redaktion
 
 
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