Nur noch Endspiele für Jeddeloh
Nachdem es in der letzten Saison für den SSV Jeddeloh „nur“ zur Vizemeisterschaft gereicht hat, wird in der laufenden Saison ein neuer Versuch unternommen, eventuell den Sprung in die Oberliga zu schaffen. Als Tabellenführer ist der SSV Jeddeloh in die Winterpause gegangen und hat jetzt noch sechzehn Endspiele vor der Brust.
Steht der SSV Jeddeloh am Ende der Saison auch auf dem ersten Tabellenplatz würde „ein Traum wahr werden“, wie SSV Manager Gerhard Meyer sagt, wohl wissend, das es bis dahin „noch ein enorm schwerer, steiniger Weg ist“.
Der SC Melle, der sich ebenfalls in bester Form befindet, ist derzeit der aktuelle Verfolger Nummer eins, liegt bei einem Spiel mehr nur einen Punkt hinter dem SSV, doch das ist laut Gerhard Meyer nicht der einzige Kontrahent. „Wir sind uns alle einig, das noch mehr Mannschaften im Titelkampf mitmischen werden und aufgrund von gleich sechs möglichen Absteigern wird es für uns definitiv keine leichten Spiele mehr geben“. Mit dem VfL Oldenburg hat Gerhard Meyer schon einen Konkurrenten ausgemacht. „Schon aufgrund der Winterverpflichtungen haben wir den VfL Oldenburg absolut auf dem Zettel“, sagt Meyer.
Aber auch beim SSV Jeddeloh hat sich personell einiges getan. Wie schon berichtet konnten sich die Ammerländer sie Dienste vom 26 jährigen defensiven Mittelfeldspieler Aaron Thalmann (Kickers Emden), sowie vom 24 jährigen Außenverteidiger Jan-Dirk Riedesel (BW Papenburg) sichern. „Unser Kader wurde in der Spitze verbessert, Thalmann und Riedesel sind die erwarteten Verstärkungen“.
Allerdings stehen auch gleich fünf Abgänge zu Buche. Christian Müller (beruflich Hamburg), Stefan Elver (BW Bümmerstede), Jakob Günther (Bremen), Florian Sakar (Kickers Emden) sowie Tobias Hall (Ziel unbekannt) haben dem SSV den Rücken gekehrt.
Unsere aktuelle Kadergröße beträgt jetzt 22 Spieler inklusive drei Torhüter“, sagt Gerhard Meyer, für den die Hinrunde fast perfekt verlaufen ist. „Wir mussten nur drei Niederlagen und zwei Unentschieden hinnehmen, alle anderen Spiele haben wir gewinnen können. Mit 51 Treffern bieten wir den zweitbesten Sturm der Liga hinter dem VfL Oythe auf und Waldemar Kowalczyk (20 Tore) sowie Ansgar Schnabel (12) sind unsere Top-Torjäger. Außerdem stellen wir mit 20 Gegentoren in 18 Spielen die drittbeste Abwehr. Wir sind also die Gejagten und müssen alle lernen damit umzugehen. Aber, wir trauen unserer erfahrenen Mannschaft das natürlich zu“.
Und noch ein Punkt ist zu nennen, der für den SSV Jeddeloh sehr wichtig ist.
„Mittlerweile haben wir 54 Gesellschafter in unserem Sponsorenkreis, von denen einige auch schon für eine Saison in der Oberliga ihre Zusage gegeben haben. Aber wie gesagt, es wird noch ganz, ganz schwer werden, sowohl sportlich als auch finanziell. Wir stellen uns dieser schweren Aufgabe und möchten das scheinbar unmögliche schaffen. Ein Dorf aus Gallien (Jeddeloh II) mit 1.300 Einwohnern in der Oberliga. Ein Traum würde wahr werden“.
Bereits am Sonntag muss der SSV Jeddeloh sein Können unter Beweis stellen. Dann geht es zum Auftakt 2012 zum VfL Oythe. Zur Erinnerung, in der letzten Saison setzte es eine 1:4-Klatsche für die Ammerländer. Zeit also, für eine Wiedergutmachung.