Baris glücklicher Sieger
Der SV Baris ist auswärts weiter eine Macht. Im dritten Spiel auf fremdem Platz gelang der dritte Sieg. Wobei der Platz im Delmenhorster Stadion nach dem Sieg bei Abdin nicht ganz so fremd ist. Mit dem 2:0 (2:0) vor gut 150 Zuschauern beim KSV Hicretspor wurde die Erfolgsstory weitergeführt. Die Entscheidung fiel innerhalb von sechs Minuten. Sinan Yorgancioglu setzte sich auf rechts durch, spielte einen Doppelpass und schloss aus 16 Metern ab. Sechs Minuten später fast dieselbe Situation, doch diesmal legte Sinan für Ceylan Balikci auf. Damit stellte Baris den Verlauf der ersten Hälfte auf den Kopf. „Wir hatten sechs tausendprozentige Möglichkeiten" schimpfte Hicret-Trainer Timur Cakmak. „Und bei den Gegentoren pennt die Abwehr und der Torwart hat die Ausrede, dass ihm die Sonne ins Gesicht scheint."
Auch nach der Pause war Hicretspor die meiste Zeit feldüberlegen, hatte aber nur noch wenig gute Möglichkeiten. „Momentan fehlt uns ein Stürmer" bedauerte Cakmak. Baris-Trainer Claus-Dieter Meier bezeichnete den Sieg als glücklich. Allerdings sah er in seinen Jungs die cleverere Mannschaft. Zu bemängeln hatte Meier, dass wieder einmal die Konter nicht richtig gesetzt wurden. Emin Mujaj sah nach 75 Minuten Gelb-Rot, aber nennenswerte Gefahr konnte die Unterzahl nicht mehr beim SV Baris heraufbeschwören.